The BossHoss (Homepage), in aller Munde derzeit, neues Album, neue Songs. Und seit heute Nr. 1 der deutschen Albumcharts. Glückwunsch! Zufall? Aus meiner Sicht eher der Lohn für viel Fleiß & Schweiß, Leidenschaft im Quadrat und ultimative Nähe zu den Fans. Alles richtig gemacht also! Wie genau haben die Jungs das geschafft?

  • Sie haben sich Zeit genommen für das neue Album – ganze drei Jahre – in alten Schätzen und Aufzeichnungen gestöbert, seit Jahren fleißig Ideen und Inspirationen in ein Notizheft geschrieben. Dann alles gescreent. Wirken lassen. Aussortiert. Saubere Vorarbeit.
  • Ultra-Intim: Das letzte Mal, als The BossHoss mit ihrem Monstertruck unterwegs waren (2015), waren die Pforten weit geöffnet. Tausende von Fans kamen zu den Gigs und feierten. Größer, schneller, weiter: Album Release, Trucktour, Konzerte ohne Ende, Sing mein Song, … – quasi omnipräsent – eine einzigartige Party. Gigantisch. Fett. Richtig, um die Band nach vorne zu bringen. Aber auch vorhersehbar. Und wenig intim. Und nun? Diametral dazu jetzt ein neues Truck Konzept als Promo für das neue Album: intime Geheim-Gigs im geschlossenen Truck, an die die Fans nur ganz gezielt und z.T. mit etwas Glück rankamen. Nur, wer genau hinhörte, die Social Media Kanäle der Cowboys verfolgte, wachsam war, hatte eine Chance. Kein Gießkannenprinzip mehr, sondern gezielte Intimität. Ganz nah ran, zB hier in Berlin. Sich gegenseitig inhalieren und geballte Energie austauschen. Lebendig, spontan, aufregend, so, wie das Image der Band selbst. Unvorhersehbar und temperamentvoll, Paradecowboys eben!
  • So viele Facetten: Ihre Fanbase konnten sie in ihrer Zeit bei „Sing mein Song“ 2016 und 2017 gekonnt ausweiten, denn da ließen sie sich voller Leidenschaft und mit bekannter Boss & Hoss Power auf ganz neue Musikstile ein und begeisterten nicht nur ihre Musikerkollegen… Stunning und ein guter zusätzlicher Nährboden fürs Abheben des gerade erschienenen Albums! Schon 2011 – 2013, als Coaches bei „The Voice“, hatten Boss und Hoss es par excellence verstanden, mit ihrem Cowboycharme alt eingesessene und neue Fans zu umgarnen …
  • Social Media Skills: Vor ein paar Jahren machten sie Social Media noch komplett selbst. Inzwischen muss aus meiner Sicht „professionelle Unterstützung“ am Start sein, denn sowohl auf Insta als auch auf Facebook liefert die Band gut überlegtes Material für die Fans: Behind the Scenes Videos aus dem Studio, News & Beiträge, Vorstellung der neuen Tracks (zB „Little Help“, mein Favorit, und hier könnt ihr reinhören), Fotos & Impressionen, „geheime“ Tipps, die es sonst nirgends gibt (zB die auf 500 Exemplare limitierte handsignierte Fanbox bei Mediamarkt). Da kommen die Fans ganz nah ran und werden belohnt für ihre Treue beim Dranbleiben auf den Channeln der Band.
  • Sie hören zu, und zwar ihren Fans: Zum Beispiel gab es ein paar Proteste gegen die Preise für die Meet & Greets zur Tour 2019, die ich allerdings als überaus fair empfinde, wenn man sie mit denen von anderen Künstlern vergleicht, dennoch, Shitstorm ist Shitstorm und „fan perception is reality“, sollte es zumindest sein. Und die Cowboys haben der Social Media Aufruhr gelauscht und reagiert: zwei Guerilla Gigs, unangemeldet, für umme, 48 Stunden vorher angekündigt, mit Autogrammstunde. Und sie waren ganz da, vollkommen präsent, und hatten Zeit für die Fans. Geile Akustik Mukke vom Feinsten, Charme, persönliche Ansprache, gaaaaanz nah dran und die Ankündigung vorab wieder nur über social media, Belohnung für die treusten Fans und Antwort genau dort, wo der Shitstorm entfacht war. Bravo!
  • Sie bleiben sich und ihren Fans treu: Berliner Schnauze, Nahbarkeit, vergessen nicht, wo sie herkommen und wer sie groß gemacht hat, denn „roots are essential“, „so take good care of them“ and „don’t forget who nurtures your fame“. Bloß nicht abheben. Aber derzeit sind keine Anzeichen dafür in Sicht. Gut so, weitermachen.

Klingt wie eine Lobeshymne auf die Band, eine Hommage, ist auch eine, vollkommen unbezahlt, ungesponsort, geschrieben mit Leidenschaft, als „Marketing-, Kommunikations-, Event- und Social Media Tante“ aber auch als Fan dieser Band, die es einfach verdient hat, nun erneut den Gipfel zu stürmen mit ihrem neuen Werk.  Glückwunsch. Eins mit Sternchen. Setzen. Weitermachen. Und bloß nicht müde werden. Bitte. Denn ihr macht Spaß, und zwar nachhaltig!

Als Schmankerl zum Schluss habe ich hier einen Artikel aus der Berliner Morgenpost aus dem Jahr 2013 gefunden. Da hoben die Cowboys grad so richtig ab.

Und hey, solltet ihr noch in irgendeiner Form Verstärkung brauchen für die Tour 2019 – Social Media, Backstage Support, Fanbetreuung, M&G, whatever – I am here and willing und würde mir in meinen, wie mein Mann meint „knackigen“, Allerwertesten beißen, wenn ich euch meine Unterstützung hier und jetzt nicht anbieten würde. Im klassischen Jargon also eine „Initiativbewerbung“, wenn man so will, but wild&free. Mehr zu mir…

Nr. 1 der Charts Meldung bei Countrymusicnews 01.11.2018

Facebook Post The BossHoss Nr. 1 Albumcharts 01.11.2018